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  • »Patfried« ist der Autor dieses Themas

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Mittwoch, 15. Juli 2020, 10:09

Mein erstes Paludarium - Aquascape 60l

Hallo liebe Aquascape-Community,

ich heiße Patrick, bin 25 Jahre alt und bin durch den Paludariumbau auch auf dieses Forum gestoßen. Ich möchte euch ein paar Einblicke in den derzeitigen Bau meines ersten Paludariums geben. Ich konnte bis jetzt wahnsinnig viele neue und interessante Infos mitnehmen und habe aber trotzdem bestimmt noch die ein oder andere Frage. :lol:

Angefangen hat alles mit der Corona-Zeit und Homeoffice - viel Zeit auf einmal. Dazu kam ein kurzes Youtube Video, wie ein Paludarium aussehen kann. Ich mag Pflanzen sehr und ich habe in der Vergangenheit schon das ein oder andere kleine Biotop in Gläsern umgesetzt. Darauf hin habe ich mich ein wenig erkundigt (ich bin auch in diesem Forum schon stiller Mitleser gewesen :) ) und zum Geburtstag bekam ich eine Pumpe und einen Vernebler gescheckt. Das hat alles ins Rollen gebracht und los gings.
Vorgestellt habe ich mir einen Wasserfall mit Vernebler und eine kleine Höhle. An der Rückwand soll der Wasserfall plaziert werden und man sollte von 3 Seiten draufschauen können. Hintergrund mit den 3 Seiten ist folgender: bei einem Hardscape in Terassenform habe ich gesehen, dass man eigentlich immer von links oder rechts durch das Aquarium "unter" den Hardscape schauen kann. Das gefiehl mir nicht so. Technik ist außer einer Pumpe und dem Vernebler nichts geplant (außer evtl. Licht).

Als Paludarium arbeite ich mit einem Dennerle Nano Cube (60l), die Platten für den groben Aufbau des Landteils sind aus ABS Kunststoffplatten. Diese habe ich dann passend zugeschnitten und zunächst eine Art "Trennwand" ins Aquarium gebaut (welche den späteren Übergang vom Land zum Wasserteil darstellt). Jedes Teil der Trennwand hat ein Loch mit einem Gitter davor, sodass Wasser hindurch, aber Steine etc. nicht hindurch kommen. Es sollte auch ein Gehäuse für die Pumpe mit ins Layout, sodass ich später im Betrieb auch, ohne alles hops zu nehmen, zur Pumpe komme. Nach einiger Zeit bin ich dann hier angekommen:




Hier musste ich das erste Mal auch auf die "harte" Tour erfahren, welch Art Platten sich besser zuschneiden und verarbeiten lassen, ein Fehler, der mir beim nächsten mal nicht mehr passiert :D Wie ihr seht, hat es schon ein wenig Formen angenommen. Mittig der Wasserfall, rechts und links davon "Bergflanken" mit Platz für Bepflanzung, neben dem See das Pumpengehäuse mit oben aufgesetztem Behälter für weiteren Bodengrund und Pflanzen als Abdeckung. Davor dann nochmal ein recht großes, freies Feld zum Pflanzen. Idee ist, außen mit Steinen zu bekleben und schöne Wände zu formen. Innenrein (dort, wo auch der Schlauch der Pumpe das Wasser zum Wasserfall pumpt) wird mit Blähton aufgefüll, obendrauf eine Schicht Filterwolle, wo oben der Bodengrund drauf kommt. Soweit so gut. Der erste Test musste her. Alles mit Klebenband grob ins Aquarium geklebt und mit Wasser befüllt. Pumpe rein, Vernebler rein, Strom an und siehe da, es läuft fast so wie ich es mir vorgestellt habe. :thumbsup:


Einige Punkte, die dem ersten Versuch geschuldet sind: Bei der (geschenkten) Pumpe handelt es sich um eine Sicce Micra Plus (400-600l/h). Selbst auf niedrigster Stufe kommt da echt viel Wasser den Wasserfall runter. Halb so wild, ich hab etwas improvisiert und in den Schlauch ein T-Stück eingebaut, um Wasser zurückzuführen. Leider hat auch der Vernebler LED's verbaut, die total wild leuchten. Die kommen auf jeden Fall weg - entweder werden sie abgeklebt oder ein neuer muss her.
Gut, nächster Schritt: Steine. Wieder geschaut was gefällt und beim Händler für Aquascaping habe ich dann Lavasteine bestellt. Erster Punkt: Ich weiß nicht, ob es an Corona lag, leider habe ich aber nur "große" Steine (15cm plus) bekommen, keinen Bruch. Also musste Hammer und Meisel her, mal wieder die "harte" Tour. :D Zweiter Punkt: Ich habe natürlich am Anfang die Menge komplett unterschätzt, was zur Folge hat, dass die beiden Lieferungen der Steine unterschiedliche Farben und Beschaffenheiten haben - erster Versuch und so...


Nun ja, dann gings los. Kleben von Steinen, das Aquarium drehen und wieder drehen und nochmal drehen. Schlussendlich sah es so aus:


Was ist noch alles passiert?Nachdem ich das Hardscape fertig geklebt und modelliert habe, habe ich den Innenbereich (der nicht sichtbare Teil) des Scapes mit ausgewaschenem Blähton aufgefüllt und eine Schicht Filterwatte oben drauf gepackt. Die Plastikkanten des Scapes haben eine Schicht Sphagnum abbekommen.
Den Bodengrund (submers) habe ich aufgebaut aus einer Schicht Blähton, Soil(JBL Pro Scape) und ein bisschen Aquarienkies darüber. Der emerse
Bodengrund besteht aus Akadama Soil, JBL Soil, Sphagnum Moss vermischt mit etwas Wasser.

Folgende Pflanzen haben Einzug bekommen:
Hemianthus callitrichoides „cuba“
Eleocharis sp. 'mini'
Ludwigia repens 'Mesakana' („vorne“)
Staurogyne repens („mitte“)
Rotala sp. „green“ (hinten oben)
Anubias barterie var. nana 'mini'
Vesicularia „christmas moss“

Pflanzen sind am Freitag gekommen und Samstag habe ich sie eingesetzt. Die Staurogyne, Ludwigia und die Rotala hab ich als Topf gekauft, den Rest in-vitro. Die Steinwolle aus dem Topf habe ich sachte entfernt und die Pflanzen anschließend im Eimer mit wenig Wasser über Nacht gelagert - wie man die Pflanzen am besten Lagert habe ich leider auch etwas länger gesucht. Naja, auf jeden Fall sahen die Pflanzen schon gut aus, als ich sie aus dem Karton genommen habe. Ich habe leider nicht viele Referenzwerte, wie frisch die Pflanzen nach einer Reise mit Dhl aussehen können/sollen. :lol:


So sah das Becken direkt nach dem Bepflanzen aus:




Und so sah es dann am Sonntag aus. Ich habe mich gar nicht richtig getraut, das zu Posten ohne eure Herzen zu verletzten - meines blutet ein wenig :(


Die Ludwigia ist nicht abgeknickt, sondern einfach nur 'schwach'. Ebenso die Rotala ist heute wie „zusammengefallen“. Die Staurogyne, puh ja, sieist die Definition von zusammengefallen... Bei meinen Recherchen bin ich zunächst leider nicht darauf gekommen, die Pflanzen langsam an die (etwas) trockenere Luft in der Wohnung zu gewöhnen. Deswegen sind sie wahrscheinlich ausgetrocknet.
Naja, der Nebler läuft ca. im 2 Stunden Rythmus und das Paludarium hat eine Abdeckung aus Frischhaltefolie bekommen und die "gammelden Blätte habe ich ausgeschnitte. Ich gebe den Pflanzen jetzt erstmal ein bisschen Zeit . Das Decken war dann erstmal für 2 Tage komplett abgedeckt und am Mittwoch habe ich die Abdeckung etwas geöffnet und belasse das jetzt wieder ein paar Tage so. Hoffentlich konnte ich noch was retten - blöder Fehler...

Ansonsten beleuchte ich 2-3 Wochen mit 6 Std/Tag und wechsle ~3 Mal die Woche Wasser. So sieht es ausgeschnitten aus (etwas kahl, ich weiß):





Trotzdem freue ich mich riesiiig :D Es gefällt mir sehr sehr gut und ich freue mich darauf, in die „nächste Phase“ überzugehen! Vielleicht kommt da auch noch die ein oder andere Frage auf euch zu, aber nun wird erst mal "eingefahren".
Mal sehen, was die nächsten Tage/Wochen noch alles passiert!

Beste Grüße

Patrick
PS:

Beleuchtet: Chihiros Series A
CO2: Bio 80 von JBL

Düngung: noch keine
»Patfried« hat folgendes Bild angehängt:
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