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  • »Daniel« ist der Autor dieses Themas

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Donnerstag, 1. November 2012, 20:36

Elatine hydropiper zieht Nährgel-Fäden

Nachdem ich am vergangenen Sonntag zwei Linea Cups Elatine hydropiper von Anubias in meinem Becken verpflanzt habe, war ich zunächst guter Dinge. Sowohl mit Anubias als auch mit Tropica habe ich in den letzten Jahren im Bereich der In-Vitro Pflanzen durchgehend gute Erfahrungen gemacht.

Als ich am Dienstag dann den gewohnt täglichen Blick ins Becken geworfen habe, stockte mir kurzzeitig der Atem.
Vor dem Stecken der Elatine habe ich das Abspülen des Nährgels fast schon routinemäßig hinter mich gebracht und die zickige "Mini-Glosso" unter eher kaltem statt warmen Wasser vom Nährgel befreit, da diese Pflanze manchmal doch recht allergisch auf handwarme Temperaturen reagiert (Erfahrunswerte). Wie sonst auch wurde die hydropiper im Anschluss für eine gute Stunde in ein Wasserbad gegeben, damit sich die Nährgelreste in dieser Zeit noch etwas besser lösen können. Beim Abspülen gem. Anleitung ist im Übrigen Vorsicht geboten, da zu hoher Wasserdruck die Wurzeln beschädigen kann.

Was jedoch - anders als sonst - auffiel, war der Auslieferungszustand der Pflanzen, die ich bei einem Online-Versender bestellt hatte. Hier hatte ich bisher immer einwandfreie Ware erhalten. Bei dieser Auslieferung hingegen fiel mir sofort nach dem Öffnen des Paketes auf, dass das Nährgel doch etwas dunkler aussah als gewohnt. Die Pflanzen hingegen machten einen moderaten Eindruck, obwohl einige schon eine leicht bräunliche Färbung aufwiesen. Leider habe ich dies nicht umfangreich dokumentiert, sondern nur schnell mit dem Handy ein Bild geschossen (siehe Bild linker Cup).

Dass das Nährgel nicht immer vollständig und lupenrein abgelöst / abgespült werden kann, ergibt sich bei dem zarten Wurzelwerk von selbst.
Doch dass mich eine solche Überraschung erwartet, habe ich nicht vermutet.
Im Gegensatz zu den anderen auf dem Bild sichtbaren (sattgrünen und frischen) Büscheln, die ich in der Dry-Start-Methode gezogen habe, ist auf Anhieb das Problem zu erkennen, das ich hier zu schildern versuche. Es scheint fast so, als würden Reste des Nährgels gen Wasseroberfläche ziehen und zugleich die Pflanze im Gesamten "einnebeln". Hierbei sind tatsächlich und ausschließlich die Pflanzen betroffen, die aus dem besagten Cup stammen, bei dem ich vermute, dass er ggf. beim Händler über das empfohlene Lagerdatum hinaus gelagert wurde.

Deshalb die Fragestellung an dieser Stelle: hat jemand ähnliche Erfahrungen mit der E. hydropiper und dem Nährgel gemacht? Oder aber alternativ mit InVitro-Cups, die über die empfohlene Lagerdauer hinaus Verwendung gefunden haben?
Mich macht der aktuelle Zustand doch etwas stutzig. Zumal ich mit Anubias In-Vitro Kulturen immer sehr gut gefahren bin. So gut, dass dieser Anblick zugleich ein wenig befremdlich wirkt.
»Daniel« hat folgende Bilder angehängt:
  • elatine_hydropiper_problem1.jpg
  • elatine_hydropiper_problem2.jpg
  • elatine_hydropiper_problem3.jpg
  • elatine_hydropiper_problem4.jpg
  • elatine_hydropiper_problem5.jpg
  • elatine_hydropiper_problem6.jpg
Viele Grüße,

Daniel

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Samstag, 3. November 2012, 19:46

Hallo,

ich bin zwar neu auf dem Gebiet und mit diesen Cups noch recht unerfahren. Aber wie ich finde sieht das wirklich nicht gut aus.
Meine Frage: wie lange kann man denn diese Cups daheim lagern, ohne dass sie kaputt gehen?

Gruß
Tom

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Samstag, 3. November 2012, 20:56

In Vitro Lagerung

Hallo Tom,

Herzlich Willkommen in unserer Community.
Bezüglich der Lagerung von In Vitro Pflanzen nach ihrer Auslieferung scheiden sich die Geister. Da sowohl bei Anubias als auch bei Tropica keinerlei Daten (MHD oder Terminempfehlung) vermerkt sind, ist davon auszugehen, dass man hier den optischen Test machen muss. Grundsätzlich geht man davon aus, dass das Nährgel, in dem die Pflanzen stecken binnen weniger Wochen aufgebraucht ist. Bei Zimmertemeperatur und Tageslicht sollte diversen Aussagen zufolge eine Zeit von 2-4 Wochen überbrückt werden können. Soviel zur Theorie und der Thematik "Gefährliches Halbwissen".

Aber: da wir nicht wissen (und keinerlei Angaben auf den Cups haben), bis wann wir die Pflanzen stecken / verpflanzen sollten, haben wir auch keinen Termin X. Darüber hinaus ist uns auch nicht bekannt, wie lange die "Ware" bereits beim Händler eingelagert worden ist, bevor sie den Besitzer wechselt. Wenn Tropica und Anubias in der Zwischenzeit das Informationssystem in puncto MHD angepasst haben, bitte ich an dieser Stelle um Nachsicht. Ich konnte bisher keine Kennzeichnung entdecken. Vielleicht wird ja hier (wenn nicht schon umgesetzt) in Zukunft etwas nachgebessert.

Wichtig: wenn nicht sofort verpflanzt werden soll, sollte der Becher zwingend verschlossen bleiben. Bei den Linea Cups von Anubias sieht man auf Anhieb, ob der Becher schon einmal geöffnet wurde oder nicht, da hier eine "Abreißlasche" am Cup verarbeitet ist. Bei Tropica (1-2-grow) ist dies leider nicht ersichtlich. Hier habe ich persönlich bisher aber nur gute Erfahrungen gemacht.

Meine Empfehlung: In Vitro-Pflanzen bestenfalls und maximal nur ein paar Tage zu lagern und lieber umgehend zu pflanzen.
Solltest du die Cups bei einem Online-Versender bestellen, so achte bitte schon beim Auspacken des Paketes auf die gelieferte Qualität. Hat sich das Nährgel mit den Pflanzen zu sehr vermengt (durch Transporterschütterungen oder ungünstige Verpackung), sodass sich dir ein ähnliches Bild (wie oben von mir) bietet, so sollte Obacht geboten sein.
In meinem Fall ist die obige Problemschilderung zum Teil darauf zurück zu führen. Bisher habe ich immer 1A-Qualität geliefert bekommen. Nur im aktuellen Fall war das Gel mit der Pflanzenmasse vermengt, die zum Teil auch schon leicht matschig war. Darüber hinaus vermute ich, dass die Ware zudem schon einige Zeit beim Versender im Lager gestanden hat.
Aus diesem Grund auch dieser Thread: das obige Bild ist vollkommen fremd. Zwar sieht es einen Tag später nicht mehr ganz so übel aus, wie auf den Bildern, dafür verliert die Elatine deutlich an Farbe und scheint sich an einigen Stellen auch aufzulösen.

Tipp unabhängig von der obigen Problemschilderung: Wenn du auf Nummer sicher gehen willst - da mit kleinen Verlusten nach dem Setzen immer zu rechnen ist - empfehle ich dir die zeitgleiche Emerskultivierung, die nicht uninteressant ist. Ich habe aus der letzten Bestellung (Elatine hydropiper, Staurogyne repens und Eleocharis sp. mini) jeweils einen kleinen Teil nicht verpflanzt um mir selbst eine kleine Reserve zu schaffen.
Dazu habe ich die Cups, in denen die Ware geliefert wurde ordentlich ausgewaschen und mit etwas Aqua Soil New Amazonia Powder - das ich grundsätzlich in meinen Becken verwende - bestückt. Hier empfiehlt es sich, immer eine kleine Reserve auf Lager zu haben. Die Füllhöhe bei mir beträgt in etwas 1,5 cm. Das Soil wird dann gut befeuchtet (nicht den ganzen Becher unter Wasser setzen), sodass circa 7/8 des Subtrats feucht sind. Im nächsten Schritt werden Teile der gelieferten Pflanzen dort eingesetzt und der Deckel verschlossen. Das Ganze sieht aktuelle so aus:



Hier belüfte ich alle 2-3 Tage für einen kurzen Zeitraum von wenigen Minuten und benetze bei Bedarf das Ganze mit etwas Wasser aus dem Zerstäuber. In den meisten Fällen konnte ich mir so meine eigenen Reserven heranziehen und bei Bedarf verwenden.
Hier empfiehlt es sich zudem, bestenfalls genau das Soil zu verwenden, das auch im Becken genutzt wird, damit die Pflanzen sich (neben der Umgewöhnung von emers auf submers) nicht doppelt anpassen müssen. Die Box mit den Cups steht bei mir in der Fensterbank und erfreut sich bisher problemlos am Tageslicht und der Zimmertemperatur.

Das war zwar jetzt etwas mehr an Informationen über die Lagerdauer hinaus. Dennoch hoffe ich, dass ich dir in dieser Hinsicht deine Frage beantworten konnte.
Kurz zusammengefasst: Lagerung zu Hause auf das Nötigste beschränken. Wenn die Ware nicht in Ordnung aussieht, ggf. Kontakt mit dem Händler aufnehmen und umtauschen.
Viele Grüße,

Daniel

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Mittwoch, 7. November 2012, 19:40

Servus Daniel,

haben sich die Pflanzen ein wenig erholt in der Zwischenzeit? Überlege nämlich auch, die Elatine in meinem Edge einzupflanzen. Hoffe dass ich hierbei mehr Glück habe.

Gruß, Tom

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Mittwoch, 7. November 2012, 20:21

Elatine hydropiper Update

Hallo Tom,

nun ja; der "Schmierfilm" ist nicht mehr ganz so arg, aber dennoch vorhanden. Die gelösten Fäden, die durch die Filterung aufgewirbelt werden verteilen sich gerade im Becken und setzen sich an meiner Staurogyne repens fest. Hier habe ich erst vor einer halben Stunde mittels eines Schaschlikspießes einen kleinen Teil im Becken aufgerollt und somit entfernt. Was mich wundert: dieses Zeug scheint vollkommen geruchsneutral zu sein. Ansonsten ist keine andere der Pflanzen betroffen. Ganz im Gegenteil: die Elatine, die ich mittels Dry-Start-Method "pushen" wollte sieht besser aus als je zuvor und entwickelt sich weiterhin prächtig mit entsprechend kräftigen Ausläufern.
Hier sind es immer noch ausschließlich die Exemplare aus dem besagten Linea Cup, die ein sichtlich unschönes Bild abgeben.
Heute Vormittag habe ich kurzerhand eine Mail an Anubias geschrieben, das Problem kurz geschildert und dieses Thread verlinkt, weil mir nach wie vor die Frage unter den Nägeln brennt, wie lange die Cusps grundsätzlich haltbar sind. Leider habe ich die Umverpackung nicht mehr, sodass ich auch nicht nachschauen kann, ob hier eine Chargennummer oder ähnliches abgedruckt ist. Wenn Mitlesende an dieser Stelle zufällig eine aktuelle Umverpackung von Anubias zur Hand haben, so möchte ich zugleich den Aufruf starten, hier einmal einen prüfenden Blick darauf zu werfen. Vielleicht ist ja doch an irgend einer Stelle ein kleiner Aufdruck oder Hinweis, der mir entgangen ist.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es möglicherweise auf die Lagedauer zurück zu führen ist. Dennoch wundert es mich, dass jene bei der Lieferung gesund aussehenden Exemplare ebenso eingehen. Oder aber die Umgewöhnung auf submersen Wuchs im neu aufgesetzten Becken mit entsprechenden Einfahrschwankungen in pucto Wasserwerte schwer bis gar nicht verkraften. Hier habe ich ja mittlerweile einen direkten Vergleich. Zum Einen die Pflanzen aus dem Dry-Start und auf der anderen Seite die beim Fluten eingesetzten Exemplare aus dem zwischengelagerten Cup. So gesehen hat mir der Trockenstart ein besseres Material geliefert, wovon allerdings anfänglich auch einiges auf der Strecke geblieben ist.
Viele Grüße,

Daniel

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Donnerstag, 8. November 2012, 20:41

Informations-Update

Von Anubias habe ich leider noch immer keine Rückmeldung erhalten. Also hat sich heute mein journalistischer Instinkt gemeldet und mich bei Tropica anrufen lassen.
Habe hier die zwar die Problematik mit der Elatine nicht angesprochen (da bei Tropica auch nicht im IN-VitroSortiment), dafür aber ein paar andere und sehr aufschlussreiche Informationen in Bezug auf die Lagerdauer der 1-2-grow Cups erhalten, die sicherlich auch in ähnlicher Weise auf die Linea Cups von Anubias zutreffen.

Die maximale Lagerdauer kann nicht pauschalisiert werden und variiert je nach Pflanze. Anders als die bisher im Netz verstreuten Informationen, wonach grundsätzlich alle Arten bis zu mehreren Wochen haltbar sind wird beispielsweise seitens Tropica dazu geraten, Glossostigma nicht länger als drei Wochen unnötig zu lagern. Die Lagerung sollte im Übrigen bei Raumtemperatur und "etwas" Licht erfolgen.
Eleocharis hingegen kann bis zu sechs Monate ungeöffnet zwischengelagert werden und sollte ebenfalls wie Staurogyne und anders als oben genannte Glossostigma im Kühlschrank untergebracht werden. Lagerdauer bei der Staurogyne ist dabei ebenfalls sehr variabel. Hierbei sind aber mehrere Wochen und bis zu drei Monate möglich.

ABER: die Lagerdauer bezieht sich dabei auf den Zeitraum ab Auslieferung der Cups. Grundsätzlich können Cups auch noch verwendet werden (laut Tropica), wenn die ersten Blätter schon leicht gelblich sind. Hierbei kann trotzdem noch ein gutes Anwurzeln möglich sein,
Ein MHD oder ähnliche Informationen auf den Verpackungen gibt es tatsächlich nicht, sodass es letztendlich am Händler liegt, die Ware möglichst schnell an den Kunden zu bringen, der in dieser Hinsicht definitiv das Anlieferdatum beim Händler erfragen sollte. Da dem Endverbraucher die Lieferkette natürlich nicht bekannt ist, sollte hier immer ein prüfender Blick auf und in die Cups geworfen werden.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Tropica für diese Informationen.

Hier werde ich Kürze noch einen gesonderten Fragenkatalog erarbeiten, den ich ebenso an Anubias übersenden werde. Hintergrund: sicherlich ist es auch für die anderen Arten von Interesse, wie bzgl. Lagerung und Lagerzeit umzugehen ist. Ich denke zu diesem Thema könnte sich gut ein extra Leitfaden erarbeiten lassen.
Wer also ebenfalls noch Fragen zu In-Vitro Cups (Linea Cups und 1-2-grow) hat, kann diese gern per PN an mich senden oder diesem Thread anhängen.
Viele Grüße,

Daniel

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Dienstag, 13. November 2012, 21:16

Kleines Update

Kleines Informations-Update

Der milchig-glibbrige Belag, der die Pflanzen einenebelt hat, geht nunmehr nach Erhöhung der Filterleistung und weiteren Wasserwechseln im 2-tägigen Rhytmus so langsam zurück. Von Anubias habe ich in der Zwischenzeit immer noch nichts gehört und werde dort mal im Rahmen der Heimtiermesse Hannover einen Kontakt knüpfen und auf die Problematik zu sprechen kommen.
Ich gehe aktuell davon aus, dass sich diese kleine Unannehmlichkeit in ein paar Tagen erledigt haben wird. Unterdessen geben die betroffenen Pflanzen aber noch immer kein gutes Bild ab. Die trocken gestarteten Nachbarn hingegen wachsen munter vor sich her.
Von den Pflanzen aus dem Cup habe ich in der Zwischenzeit schon drei Büschel entfernen müssen, da sie mir komplett weggefault sind. Mal abwarten, ob die anderen doch noch neue Triebspitzen entwickeln, ähnlich dem ersten Besatz Elatine im Dry-Start .
Viele Grüße,

Daniel

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Dienstag, 20. November 2012, 21:30

Rausschmiss

Und wieder einmal ist es an der Zeit für ein kleines Update. Habe mich gestern dazu entschlossen, die immer unansehnlicher werdenden Pflanzen vollends aus dem Becken zu entfernen. Hierbei habe ich festgestellt, dass vor allem die Wurzeln schon stark faulig waren. Ergo verblasste die Hoffnung auf Besserung / Erholung vollends, sodass der Rausschmiss die richtige Entscheidung gewesen ist.
Elatine hydropiper wird so schnell keinen Einzug mehr in meine Becken finden. Jedenfalls nicht als inVitro´s.
Die Dry-Start-Exemplare sehen nach wie vor fantastisch aus und beginnen (wenn auch zeitlupenartig langsam) sich auszubreiten.
Viele Grüße,

Daniel

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Freitag, 17. Mai 2013, 16:55

Hallo,
habe die gleichen Cups (3 St) benutzt, und konne keine Negativen auswirkungen feststellen.

Ich nutze Gümmersand. Das Gel war bei mir auch dunkel, aber die Töpfe waren ganz frisch beim Dealer eingetroffen. Der versicherte mir dass die Pflanzen einwandfrei seien.


Bin bisher sehr zufrieden mit der Pflanze, ist auch schon etwas gewachsen. Demnächst will ich noch mal ein -2 Töpfe holen für ein anderes becken.

LG Tobias

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Freitag, 17. Mai 2013, 20:07

Anubias Gel ist schwarz

Hallo zusammen,

bei Anubias ist Gelmedium teilweise tief schwarz! Es ist einfach so und hat mit der Qualität der Pflanzen nicht zu tun ;)

Gruß

Oleg

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Samstag, 18. Mai 2013, 20:37

bei Anubias ist Gelmedium teilweise tief schwarz

Ich vermute, dass mitunter beim Versand der Cups das Nähmedium mit der Pflanzenmasse mischt, wenn das entsprechende Paket mal über Kopf transportiert wird. Bei den Tropica Cups habe ich da noch keine negativen Auswirkungen feststellen können. Bei Anubias scheint die Gelmasse den Pflanzen förmlich zuzusetzen, so als würden sie darin ersticken... :hmm:
Viele Grüße,

Daniel

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Samstag, 18. Mai 2013, 22:36

Hallo Daniel,

Das Problem das deine in vitro Pflanze hatte, war vermutlich einfach eine Pilzkontamination.

Das Gel das für die Zucht in vitro Pflanzen verwendet wird heißt Agar und wird aus einer marinen Rotalge (Agar agar) gewonnen. Diese Alge besteht zu großen Teilen aus einem Zucker, der Agarose. Die Agarose bildet nach Aufkochen und Abkühlen durch polymerisierung der einzelnen Zuckernmoleküle das Gelee, ähnlich wie es auch andere Gelierzucker tun. Der Grund warum Agar vewendet wird ist, dass quasi kein bekannter Mikroorganismus in der Lage ist Agarose zu spalten (also zu verwerten). Man hat also eine Gelee-Matrix die man nun definiert mit diversen Nährstoffen anreichern kann. Die Nährstoffe werden verbraucht, die Matrix beibt. Diese Technik wird in der Mikrobiologie routinemäßig angewand. In meinem Labor werden auf solchen Agar-Nährböden verschieden Bakterien, Schimmelpilze, Hefepilze, Grünalgen oder Cyanobakterien gezüchtet (ja wirklich ich züchte Algen :zombie: ). Für Pflanzenkeimlige funktioniert das auch ganz prima.
Die Kunst dabei ist, zum einen die passende Zusammensetzung an Nährstoffen in die Agar-Matrix zu geben und vor allem steril zu arbeiten.

Steril bedeutet: Nur der Organismus der gerade gezüchtet werden soll darf auf dem Agar landen. Dafür gibt es speziell ausgerüstete Labore und entsprechende sterile Arbeitsweise. Bei vielen Laborexperimenten wird zusätzlich mit Antibiotika oder Fungizieden gearbeitet um unerwünschte Kontaminationen zu vermeiden.

Die Hersteller der in vitro Pflanzen versichern, dass ihre Kulturen ohne Antibiotika und sonstige Biozide gezogen sind. Das heißt sie müssen sehr sauber/steril arbeiten um die Keimfreiheit der Pflanzen zu gewährleisten. Das Klima und die Bedingungen in so einer in vitro Kultur sind auch für viele Pilze optimal, kommt also doch mal eine Kontamination über Luftkeime oder Wasser in die Kulturen, vermehren sich solche Pilze darin auch ganz prima.
Und ich denke genau das ist in deinem Exempler geschehen. Was du da fotografiert hast sieht aus wie ein Schleismpilz. Und das es sich offensichtlich vermehrt hat spricht dafür. Viele Schimmel- oder Schleimpilze geben Stoffe ab die den Agar verfärben.

Käme die Pflanzenprobe mit den Pilzen aus meinem Labor und würde das öfter vorkommen, würde ich mein Labor + Equipment komplett desinfizieren... Wenn so eine Kontamination unter ein paar Tausen Pflanzenproben einmal vorkommt ist das für den Käufer einfach statistisch Pech gehabt und für das Labor eine sehr gute Quote.

Ende der ersten Vorlesung "Mikrobiologische Labortechnik für Aqusacaper" :thinking:
Lieben Gruß,
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Samstag, 18. Mai 2013, 22:49

Total tolle Vorlesung :love:

Wieder einmal etwas aus der Chemie gelernt, das mir meinen Alltag leichter macht und mir dadurch Spaß bringt :dance:

Ich schließe aus deinen Ausführungen, dass also bei Tropica das Labor etwas steriler zu arbeiten scheint. Anubias ist da wohl etwas nachlässig :grumble: :search: :nono:
Beste Grüße Adrian :vain:

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Montag, 20. Mai 2013, 13:06

Bitte noch mehr Vorlesungen, Grete! Das ist sooo interessant und lehrreich. :thumbsup:
Gruß
Tanja


“Simplicity is the keynote of all true elegance.” - Coco Chanel

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Montag, 20. Mai 2013, 21:05

Hallo Grete,

hab vielen Dank für diese ausführliche Hintergrundinformationen. :thumbsup:
Viele Grüße,

Daniel

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