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Pothead

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Montag, 17. Juni 2013, 17:34

Selfmade In Vitro

Hallo zusammen,

da ich in meinem kleinen Iwagumi eine Schnecken Invasion habe und es einfach nicht weniger werden sondern immer mehr, egal was ich versuche. Hab schon alles versucht, von weniger Futter bis gar kein Futter, als dann die erste Garnele verhungert war und es trotzdem mehr Schnecken wurden hab ich dann wieder normal gefüttert, weil bringt ja gar nichts. Dauerhaftes absammeln zerdrücken usw. ist auch Erfolglos geblieben :((

www.crustahunter.com/mutzenschnecke-falschlich-napfschnecke/

Da ich ja ein Bastler und Tüftler bin, hab ich mir über legt ob ich mir nicht selber aus noch vorhandenen „Hemianthus callitrichoides cuba“ ein paar „In Vitro“-Pflanzen ziehen kann. Da geregelte Licht und Temperatur Verhältnisse im Aquarien/Terrarien Zimmer sind stellt das also schon mal kein Problem dar. Wie aber mache ich das ganze möglichst steril war nun die Frage. Also Google antworte mir ;)

Siehe da soweit so gut, nach dem ich mich in diversen Foren und Plattformen informiert hatte kam ich auf dem Schluss, das die Aquarianer-Gemeinde dieses Unterfangen für eine Privatperson als Utopie bezeichnete. Da ja nicht nur ich auf diese Schlaue Idee gekommen war, sondern sich auch ungefähr eine Millionen anderer das schon gefragt haben.

Da Google keine für mich zufriedenstellende Antwort lieferte, mussten also wieder mal die grauen Zellen ran. Wer könnte sich also mit der In Vitro Vermehrung von Pflanzen auskennen? Da kamen mir meine Terrarien in den Sinn, Bromelien und Orchideen werden oft als In Vitro angeboten. Also wieder an den Rechner und im Internet suchen, vielleicht wussten die Hobby-Gärtner ja mehr als die Hobby-Aquarianer ;-) Und tatsächlich habe ich nach Stunden langen Recherchen einige Interessante Beiträge gefunden und die Informationen zusammen getragen.

Weitere Ergebnisse folgen...

Gruß
Oliver
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  • InVitro.pdf (969,74 kB - 1 139 mal heruntergeladen - zuletzt: 18. April 2021, 14:07)

Pothead

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Dienstag, 18. Juni 2013, 09:17

Guten Morgen zusammen,

da ich im Moment Urlaub habe konnte ich gestern noch etwas über das Thema Selfmade InVitro nach gedacht und mir ist noch hier und da etwas aufgefallen an dem ich noch etwas arbeiten muss.

Hier jetzt erstmal der Ergänzte Absatz zum Thema:

Desinfektion von Aquariumpflanzen:

Zu Beginn sollte man die Pflanze gründlich auf eventuell vorhandene Schädlinge oder Parasiten untersuchen da durch diese zusätzlich auch Pilzsporen in die Zuchtgefäse eindringen können. Danach kann man abgestorbene und andere unerwünschte Teile vorsichtig entfernen. Die nun fein säuberlich zerlegten Pflanzenteile werden nun in verschiedene Tauchbäder gegeben um sie von den restlichen Bakterien und Parasiten zu befreien. An der genauen Rezeptur feile ich noch ;) Aber soviel sei gesagt, in der aktuellen Versuchsanordnung werden die Pflanzen folgende Bäder durchlaufen: In folgender Reihenfolge

Mineralwasser (stark Sprudelnd)
Alaunlösung
Mineralwasser (stark Sprudelnd)
Essiglösung
Mineralwasser (stark Sprudelnd)
Kaliumpermanganatlösung
Mineralwasser (stark Sprudelnd)

An den optimal Konzentrationen schraub ich grad noch etwas rum aber das wird schon.
Als nächstes nimmt man das verschraubbare Glas und spült es gründlich mit Ethanol aus. Der Alkohol wird abgegossen das Glas mit Destiliertem Wasser ausgespült und die Pflanzenteile dort hinein gelegt.

Ich werde auch einmal so das ein oder andere Aquarium Desinfektionsmittel ausprobieren
das so im Handel erhältlich ist. Vielleicht erreiche ich ja damit bessere Erfolge als mit den den anderen Tauchbädern.
Ich denke dabei en Mittel wie z.B.:

Aqua Tropica No-Infect & Aqua Tropica Planarien Frei
JBL Aradol, Ektol bac, Ektol fluid, Fungol, Furanol,
Esha 2000, Gastropex

Diesen Aufwand betreibe ich allerdings nur wenn ich mit Pflanzen aus meinen Aquarien
experimentiere. Ansonsten nehme ich eine gekaufte InVitro-Pflanze und desinfiziere den Cup ordentlich von außen und verarbeite die Pflanze direkt.

Ich werde euch natürlich über meine weiteren Gedanken zu dem Thema auf dem laufenden halten und würde mich über 1-2 Antworten und/oder Anregungen freuen.

Gruß
Oliver

Jurijs J.

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Dienstag, 18. Juni 2013, 23:32

Hallo Oliver,
finde ich ein interessantes Thema.
Wenn wir aber von deinem Ehrgeiz absehen - ist doch das ursprüngliche Problem, dass du gerne das Aquarium neu starten möchtest und um es schneckenfrei zu bekommen und Kosten zu sparren, versuchst du einen Weg zu finden eigene Invitro Pflanzen zu züchten.
Verstehe ich das richtig?
Gruß
Jurijs

Joern

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Mittwoch, 19. Juni 2013, 09:07

Moin Oliver,
interessant. Hier mal noch ein paar Infos: http://www.mikrovermehrung.de/daten/bild…%20Pflanzen.pdf

Hast Du evtl. schon darüber nachgedacht Deine Pflanzen emers (schneckenfrei) zu vermehren? Das dürfte einfacher und kostengünstiger sein.

Pothead

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Mittwoch, 19. Juni 2013, 12:39

Guten morgen,

du siehst das mehr oder weniger richtig. Die Idee wurde geboren weil mir die Schnecken in meinem Nano ziemlich auf den Sack gehen!! Es sieht aus als hätte mein Becken Ichty :) Nachdem ich aber so ziemlich alles außer der Chemischen Keule bereits versucht habe. Kam ich mal wieder zum Thema In Vitro Pflanzen, da diese ja frei sind von Parasiten. Ich schaute mich also in diversen Foren um was die Mitglieder da zum Thema In Vitro sagen und welche Hersteller sie bevorzugen. Dabei bin ich immer wieder darauf gestoßen, das der ein oder andere einen Becher mit einem Pilz oder einem Bakterien Rasen gefunden hat. Aufgrund dieser Fakten suchte ich dann weiter was da wohl schief gegangen ist. So fing ich an über Selfmade In Vitro nach zu grübeln, zu googlen und zu experimentieren (was bei Gott nicht günstig war!!), aber um das Geld gehst mir dabei wirklich nicht. Mein großes Wohnzimmer Aquarium läuft, da wird auch nichts neues rein gesetzt weder Deko, noch Pflanzen und gar nicht erst Tiere. Und damit bin ich auch so wie es ist sehr Glücklich. Meine beiden NanoCubes wechseln sich immer mal wieder ab wenn ich eine neue Scape Idee hatte. In dem Becken befinden sich nur ein paar von Züchtern aus selektierte Tiere denen ich einen Platz gegeben habe. Es sind keine Hochzuchten in perfekt gescapten Becken und die Schnecken sind ja an und für sich auch nicht schädlich. Daher mache ich die InVitro Sache eher aus Spaß und Ehrgeiz, nicht aus Sparwahn. Mir ging es dabei darum zu zeigen das es möglich ist mit Sachen die der "normal" Aquarianer sowieso Zuhause hat. Ich werde vielleicht mal versuchen das ganze Eckig zumachen, da mich diese runden Töpfchen stören. Immerhin sind die meisten Aquarien ja auch nicht rund... Eigentlich wollte ich nur, wie fast immer, meinen Dickkopf durchsetzen und das unmögliche machen ;)

Gruß Oliver

Jana

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Mittwoch, 4. September 2013, 14:33

Hey Oliver,

hat es denn geklappt mit der In-Vitro Vermehrung????? :golly:

Gruß Jana

Pothead

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Donnerstag, 5. September 2013, 18:01

Hallo Jana,

Ich musste aus Zeit gründen das Projekt auf Eis legen. Aber bei meinen versuchen haben ca 2/3 der Pflanzen sich im InVitro Cup gut entwickelt und 1/3 hatte Schimmel oder Bakterien Probleme...das gelbe vom Ei ist meine Methode noch nicht, aber sobald meine
Zeit es zulässt werde ich weiter rum tüfteln ;)

Gruß
Oliver

Jana

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Donnerstag, 5. September 2013, 19:40

Welches Nährmedium hast du denn verwendet?

Pothead

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Donnerstag, 5. September 2013, 20:11

Hey,

Ich hab mit mehreren Nährmedien rum probiert, zB. Sigma P6668, Sigma 1056, Clonex usw. waren noch etliche mehr!!! Aber wie gesagt ich muss das noch verfeinern. Bin aber
aktuell zu sehr mit anderen Sachen beschäftigt...

Gruß
Oliver

Salvia

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Donnerstag, 5. September 2013, 22:09

Huhu
Würde es mit Agar agar versuchen.
Lg
Marcel :modo:

Jana

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Freitag, 6. September 2013, 05:17

Hey Marcel, das wäre auch mein nächster Vorschlag gewesen! ;)

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Freitag, 6. September 2013, 07:32

Haha!!!

Ich habe natürlich mit Agar-Agar gearbeitet, wie ich in der PDF auch beschrieben habe!! Wie ich irgendetwas Geliere braucht ihr mir nicht sagen, denn für mehr ist der Agar- Schweiß ja nicht ;) Aber ob ich nun Agar, Tapioka, Gelatine, Stärke oder vielleicht sogar Alginat verwende macht in meinen Augen wenig Unterschied... Wichtiger ist was ist und der Flüssigkeit die Geliert werden soll. Das Hauptproblem war die Umgebung, da man in seiner Küche doch den ein oder anderen Erreger hat. Welche sich dann auf dem Nährmedium auch prächtig vermehren! Das ist der Grund warum in etwa 1/3 der Ansätze kollabiert ist...

Gruß
Oliver

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Freitag, 6. September 2013, 09:54

:pleasantry: sollte nicht klugscheißerisch klingen :pleasantry:

Das kann ich mir vorstellen,dass das mit der Sterilität scchwer ist. Ich saß selber schon mal an so ner sterilen Bank! Da wird selbst mit Luftstrom verhindert dass der eigene Atem an die Schale gelangt!!! :oops:

Aber 1/3 Verlust geht dann ja noch!

Oftmals sind die Pflänzchen auch in nacheinander folgenden unterschiedlichen Medien, je nach dem ob erst Wurzelwachstum oder Blattmasse gebildet werden soll.

Wie hast du die Phytohormone dem Nährmedium zugefügt bzw welche?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jana« (6. September 2013, 10:00)


Pothead

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Montag, 9. September 2013, 06:43

Hey,

Ach das geht mit dem sterilen Arbeitsplatz, wenn das Wasser im Topf stark genug
kocht, steigt soviel Dampf auf, das da kaum noch ein Keim der nicht schon
im Becher war, in den Becher hinein kommt...

Ich glaube das mit der Herstellung des Nährmediums habe ich in der .pdf gut beschrieben. Das funktioniert wie bei jeder anderen Flüssigkeit, die man gelieren
will.

Wenn meine Zeit es zu lässt, werde ich weiter experimentieren! Aber aktuell
schaffe ich es nicht :(

Gruß
Oliver

Jana

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Montag, 9. September 2013, 13:37

Ja das kenne ich, für die wirklich interessanten Experimente bleibt immer wenig Zeit!

Ich habe mir die PDF Datei mal durchgelesen. Leider konnte ich nicht ganz erkennen, welche Pflanzenteile du genau verwendet hast. Nur das Meristem oder komplette Teile?

LG Jana

pattyshome

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Mittwoch, 27. Januar 2021, 11:42

Hallo Pothead

Ich wollte fragen welchen Dücker du benutzt hast.

Ich arbeite in einem Labor und wollte das selbe machen wie du nur das ich eben die sterile umgebung schon zur verfügung habe.
Mir macht es aber sorgen das ich evtl. zuviel Dünger verwende.

Gruss Patricia