Du bist nicht angemeldet.

Navigation

Noch kein Mitglied?

Um alle Funktionen der Aquascaping-Community vollständig nutzen zu können, musst du registriert sein.


Guten Tag lieber Gast, um »Aquascaping Forum« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, solltest Du dich erst registrieren. Benutze bitte dafür das Registrierungsformular, um dich zu registrieren. Falls Du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst Du dich hier anmelden.

  • »FlorianH« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 43

Level: 23 [?]

Erfahrungspunkte: 57 634

Nächstes Level: 62 494

Danksagungen: 6 / 0

  • Private Nachricht senden

21

Sonntag, 31. Dezember 2017, 16:02

So nach langer Abstinenz melde ich mich mit einem Update zu meinem Becken zurück. Leider ist es ja ziemlich ruhig hier geworden aber ich denke es geht vielen wie mir.
Den Sommer über hatte ich leider wenig Zeit um mich intensiver um das Becken zu kümmern, seit November hab ich wieder mehr Zeit und ich konnte einiges optimieren.
Zunächst habe ich gemerkt, dass meine CO2 Zufuhr generell zu niedrig war. Nachdem diese ausversehen ein paar Tage etwas erhöht war habe ich gesehen wie die Algen immer mehr zurück gingen allerdings wurde die Rotala Colorata immer nur ganz leicht orange. Da ich sie richtig schön rot haben möchte musste ich an weiteren Stellschrauben drehen. Dann erhöhte ich nach und nach die Dauer der Beleuchtung auf 9 Stunden (vorher nur 6 1/2 da darüber mehr Algen kamen). Nach ein paar Tagen merkte ich wie sich das Chlorophyll in der Rotala rotundifolia deutlich zurück bildete.
Klar Eisenmagel denn ich hatte mittlerweile wieder Richtung ADA Düngung umgestellt also nur ganz wenig Nährstoffzufuhr (täglich nur 0.2ml AR Eisenvolldünger). Also Eisenversorgung angehoben auf tägl. 1,2ml AR Eisenvolldünger + zusätzlich 5 Tropfen AR Eisen. Es wurde etwas besser aber eine richtige Besserung wollte sich einfach nicht einstellen. Dann habe ich einfach auf gut Glück den Mg Gehalt deutlich erhöht und siehe da die Pflanzen sahen vonn Tag zu Tag vitaler aus.
Da ich bis zu dem Zeitpunkt jeden Tag noch etwas PO4 gedüngt habe wollte die Colorata jedoch immer noch nicht roter werden. Dann stellte ich auch die tägliche PO4 Düngung ein und sie wurde von Tasg zu Tag etwas stärker rot. Aktuell dünge ich täglich nur noch die oben genannte Eisenmenge und fahre bestens damit. PO4 wird nur noch beim WW auf 0.5mg/l und Mg auf 8mg/l gedüngt. In der nächsten Woche möchte ich versuchen wieder meine Aquasky Moon über das Becken zu bringen. Ich hoffe das Ganze mit der gesammelten Erfahrung jetzt auch mit dieser Starklichbeleuchtung im Griff zu behalten :crazy:

So jetzt noch ein paar aktuelle Bilder



Beste Grüße,
Florian

  • »FlorianH« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 43

Level: 23 [?]

Erfahrungspunkte: 57 634

Nächstes Level: 62 494

Danksagungen: 6 / 0

  • Private Nachricht senden

22

Donnerstag, 11. Januar 2018, 09:23

Hallo zusammen
hier mal wieder ein kurzer Zwischenbericht meines Beckens.
Die Aquasky Moon hängt seit einer Woche über dem Becken und was soll ich sagen, die Rottöne der Colorata und der Rotundifolia sind darunter einfach nur der Wahnsinn. Leider hab ich es etwas mit dem Eisenvolldünger übertrieben sodass sich auf einigen Blättern Fusselalgen gebildet haben. Das denke ich jetzt aber mit Spotbehandlung aus EC und pausieren von Eisendüngung in den Griff bekommen zu haben.
Es ist einfach der Wahnsinn mit wie wenig Dünger man einen vitalen Pflanzenwuchs erzeugen kann. PO4 und NO3 sind bei mir nicht nachweisbar.
Gedüngt habe ich nur beim WW auf 0.5mg/l PO4 und Mg+ auf 10mg/l. No3 kommt bei mir mit 8mg/l aus der Leitung von daher dünge ich dies nicht weiter auf.
Wie schon gesagt mit Eisenvolldünger habe ich es etwas übertrieben da werde ich noch etwas dran tüfteln wieviel es tatsächlich braucht um weder Chlorosen noch Fusselalgen hervorzurufen.
Ich denke ein Überschuss an SE aus dem Volldünger sind/waren Schuld an dem Ausbruch der Fusselalgen.
Belüftet wird übrigens auch jede Nacht, seitdem ich das durchziehe bildet sich auch keine Kahmhaut mehr und die Wasseroberfläche ist immer glasklar.


Bilder folgen. :thumbsup:
Beste Grüße,
Florian

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »FlorianH« (13. Januar 2018, 12:49)


  • »FlorianH« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 43

Level: 23 [?]

Erfahrungspunkte: 57 634

Nächstes Level: 62 494

Danksagungen: 6 / 0

  • Private Nachricht senden

23

Donnerstag, 11. Januar 2018, 18:19

so hier wie versprochen noch die Bilder, ich hoffe sie gefallen euch. Die Fotos sind nicht bearbeitet.











Beste Grüße,
Florian

Beiträge: 1 155

Wohnort: Coppenbrügge

Level: 41 [?]

Erfahrungspunkte: 2 207 512

Nächstes Level: 2 530 022

Danksagungen: 371 / 22

  • Private Nachricht senden

24

Donnerstag, 11. Januar 2018, 18:55

Hallo Florian,

ein sehr schönes Becken :thumbsup:
Mir gefällt vor allem der Staurogyne -Teppich vorn links. Einer meiner Pflanzenfavoriten.
Viele Grüße,

Daniel

Aus Steinen, die mir in den Weg gelegt werden, baue ich mir ein Iwagumi.


Beiträge: 283

Wohnort: Rostock

Beruf: Student

Level: 29 [?]

Erfahrungspunkte: 207 480

Nächstes Level: 242 754

Danksagungen: 70 / 0

  • Private Nachricht senden

25

Donnerstag, 11. Januar 2018, 22:00

Hallo Florian!

Tolles Becken und echt genialer Pflanzenwuchs! Da hat sich das Ausprobieren wirklich gelohnt! :)
Liebe Grüße!
Sofie

:monster:

Beiträge: 372

Level: 28 [?]

Erfahrungspunkte: 170 664

Nächstes Level: 195 661

Danksagungen: 22 / 0

  • Private Nachricht senden

26

Freitag, 12. Januar 2018, 05:32

Hallo Florian,

Das hat sich aber klasse entwickelt und die Fussel bekommst du auch noch weg.
Ist immer etwas Gefummel bis man alles optimal eingestellt hat.

Das einzige was mich stört ist der Dauertest, da er sofort den Blick anzieht, den würde ich an eine etwas unaufälligere Stelle packen.
Fisch Fisch hurra

Liebe Grüße
Patrick

  • »FlorianH« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 43

Level: 23 [?]

Erfahrungspunkte: 57 634

Nächstes Level: 62 494

Danksagungen: 6 / 0

  • Private Nachricht senden

27

Freitag, 12. Januar 2018, 07:19

Guten Morgen ihr drei
vielen Dank für eure netten Kommentare.
Den Dauertest hab ich da nur übergabgsweise hingesetzt da ich ihn seitlich nur ganz schwer ablesen konnte.
Wird die Tage aber wieder umplatziert :)

Nur beim Hintergrund bin ich mir nicht so sicher muss da mal rumprobieren ob evtl auch schwarz oder Milchglas besser wirkt.
Habt ihr eine Idee wie ich Hintergründe schnell wechseln kann? Würde ungern etwas dauerhaftes installieren.
Beste Grüße,
Florian

Beiträge: 283

Wohnort: Rostock

Beruf: Student

Level: 29 [?]

Erfahrungspunkte: 207 480

Nächstes Level: 242 754

Danksagungen: 70 / 0

  • Private Nachricht senden

28

Freitag, 12. Januar 2018, 08:07

Viele haben hier glaube ich gute Erfahrungen mit Plexiglas bzw Bastelgals/Kunststoffplatten gemacht. Durch die Kapillarkräfte bleibt die auch an der Scheibe, wenn du zumindest ein paar Millimeter hinter deinem Becken auf dem Schrank hast, wo man sie abstellen kann. Bei mir hats mit ner Platte aus dem Baumarkt leider nicht so geklappt. Weiß aber nicht, ob es an meinem Aquarium oder der Platte liegt. Die Platte lag einfach nicht direkt an der Scheibe an, da war immer etwas Luft und dadurch der Hintergrund grau statt in Milchglasoptik :( Ansonsten ist das aber ziemlich praktisch mit den Platten, wenns klappt!
Gibt's im Forum auch alte Treads zu mit Empfehlungen von Onlineshops. :)
Liebe Grüße!
Sofie

:monster:

  • »FlorianH« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 43

Level: 23 [?]

Erfahrungspunkte: 57 634

Nächstes Level: 62 494

Danksagungen: 6 / 0

  • Private Nachricht senden

29

Freitag, 12. Januar 2018, 14:27

Hey Sofie
danke dir für die Ideen, sobald ich wieder etwas mehr Zeit hab werd ich dann mal die Hintergründe testen.
Hab leider hinter dem Becken keinen Platz mehr um die Plexiglasplatte drauf zu stellen muss ich wohl etwas basteln. Daran hab ich damals nicht gedacht als ich den Schrank bauen ließ.
Beste Grüße,
Florian

  • »FlorianH« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 43

Level: 23 [?]

Erfahrungspunkte: 57 634

Nächstes Level: 62 494

Danksagungen: 6 / 0

  • Private Nachricht senden

30

Samstag, 13. Januar 2018, 14:00

Hallo miteinander,

mein Ziel mit diesem Scape war es mich so weit wie möglich an das ADA Konzept zu halten. Ich wollte dafür aber weder Osmosewasser noch teure ADA Düngern verwenden sondern mit Leitungswasser und selbstgemixten bzw. AR Düngern auskommen.
Desweitern wollte ich unbedingt einen vitalen Pflanzenwuchs sowie intensive Rottöne an einzelnen Pflanzen hervorbringen und ich wusste das geht nur über die limitierende Düngung von NO3 und PO4.

Ich bin jetzt an dem Punkt (nach sage und schreibe einem Jahr Höhen und Tiefen und viel herum experimentieren), dass ich sagen kann meinen Tümpel ziemlich gut in den Griff bekommen zu haben. Und das alles mit nur einer extrem geringen Menge an Dünger. Ich habe im Vergleich zu meinem ersten Scape, in dem alle Nährstoffe in einem guten Verhältnis zueinander nachweisbar waren nun kaum noch sichtbare Algen und die Pflanzen sehen deutlich vitaler aus.

Da ich hier durch diverse Threads, vor allem aber durch Christians Thread 60P - A Brief Crack of Light viel lernen und Wissen aneignen konnte wollte ich nun mal etwas von meinen Erfahrungen an das Forum zurück geben.

Aus diesem Grund beschreibe ich hier einfach mal meine Vorgehensweise um zu zeigen, dass es auch ohne die teuren ADA Produkte gehen kann.

Gefiltert wurde bei mir initial auch mit BioRio, nach etwa drei Monaten habe ich dieses jedoch entfernt sodass der Filter aktuell nur mit Filtermatten läuft. Also abweichend von ADA eher eine Geringfilterung.

CO2 schalte ich drei Stunden vor Start der Beleuchtung an, wenn das Licht dann angeht ist der Dauertest hellgrün. Damit nicht zuviel CO2 eingebracht wird schalte ich die CO2 Versorgung mittags für eine Stunde aus. Zwei Stunden vor Beleuchtungsende wird die Co2 Versorgung abgeschaltet. Somit halte ich über die gesamte Beleuchtungsdauer einen konstanten CO2 Spiegel. Wenn die Pflanzen an jeder Stelle im Becken schön assimilieren weiß man, dass das CO2 gleichmäßig im Becken verteilt wird. Ich verwende übrigens einen Inline Atomizer von Up Aqua und bin damit sehr zufrieden.

Zu meiner Düngung

Das Wasser bei mir kommt wie folgt aus der Leitung
NO3: 9mg/l
PO4: 0mg/l
FE: 0,008mg/l
K: 1,6mg/l
Mg: 4mg/l
Ca: 25mg/l
GH 4,3
KH 3,3.

PO4 (AR Makro Basic Phosphat) wird nur einmal die Woche beim WW auf 0,5mg/l gedüngt da bei täglicher PO4 Düngung die Rottöne der Pflanzen deutlich nachgelassen haben. NO3 kommt genug aus der Leitung sodass NO3 nach WW bei 5mg/l liegt. PO4 sowie NO3 sind einen Tag nach WW nicht mehr nachweisbar.
Zusätzlich dünge ich noch Mg auf etwa 10mg/l auf. Das wars auch schon.
Kalium dünge ich mittlerweile nur ganz selten, dies weicht auch vom ADA System ab da ADA ja bekanntlicher Maßen für einen deutlichen K Überschuss sorgt.

Einen Tag nach dem WW werden dann 3ml AR Mikro Basic Eisen gedüngt. Als ECA Ersatz kommt für die tägliche Eisenversorgung bei mir der AR Spezial Eisen zum Einsatz. Dies ist ein sanft stabilisierter aber hoch dosierter Eisendünger. 3 Tropfen davon reichen aus um einen kräftigen Pflanzenwuchs zu generieren.
Sollten doch mal Symptome vom Mangelerscheinungen auftreten dünge ich etwas von dem Basic Eisen nach, der ist wie gesagt schön stabilisiert und führt nicht gleich zu Pinselalgenausbrüchen.

Weitere Erkenntnisse

GANZ WICHTIG: NACHTS das Becken BELÜFTEN :) Hätte nie gedacht, dass das Belüften so eine große Auswirkung auf das gesamte System hat. Seitdem ist meine Kahmhaut verschwunden.
Die Scheiben muss ich maximal 1x alle zwei Wochen von einem leichten Biofilm befreien.

Neulich hatte ich einen plötzlichen Anflug von Fusselalgen, ausgelöst durch zu viel Basic Eisen Dünger die sind mittlerweile aber auch deutlich auf dem Rückzug.
Bei der Düngung haben sich meine Beobachtungen der einzelnen Pflanzenarten ausgezahlt. Hierüber habe ich die meisten Aufschlüsse über Mängel oder Überschüsse bekommen. Mit der Zeit entwickelt sich ein gutes Auge für die Mangelerscheinungen, Wassertests habe ich nur äußerst selten gemacht. Als beste Zeigerpflanze hat sich bei mir im Becken die Rotala rotundifolia herausgestellt, da sie als erstes hell weiße Blätter oder Chlorosen bei Eisen- oder Mg Mangel bildet.
Wichtig ist auch Ruhe zu bewahren wenn etwas in eine Falsche Richtung läuft und nicht sofort mit allen möglichen Gegenmaßnahmen einzugreifen. Man sollte wirklich immer nur an einer Stellschraube drehen und etwas abwarten ob sich Besserung einstellt.

Wie oben in meinem Post bereits geschrieben waren es bei mir zwei Stellschrauben, die mich deutlich weiter Richtung Ziel gebracht haben. Zum einen eine etwas höhere CO2 Konzentration von Beginn der Beleuchtung an und zum anderen ein höherer Mg Gehalt. Der niedrige Mg Gehalt hinderte meine Pflanzen daran das Eisen aufzunehmen wodurch Chlorosen entstanden. Die Verschiebung des Ca/Mg Verhältnisses reichte aus um den Wuchs der Pflanzen deutlich zu verbessern und die Algen zurück zu drängen. Darauf hin konnte ich auch die Beleuchtungsdauer stetig steigern ohne dass mir die Algen um die Ohren flogen. Letztendlich konnte ich auch meine normale Aquasky durch die Aquasky Moon ersetzen denn zuvor hatte ich unter dieser immer wieder mit immensen Ausbrüchen von grünen Staubalgen an der Scheibe zu tun, sodass ich diese alle zwei Tage reinigen musste.

Ich für mich kann sagen, das ADA Konzept lässt sich leicht abgewandelt auch ohne Osmosewasser, ohne die originalen ADA Dünger und mit Geringfilterung erfolgreich anwenden, vorausgesetzt die zu Verfügung stehenden Leitungswasserwerte sind akzeptabel. Bei extrem hartem Wasser oder hohen NO3 Werten wird das ADA System denke ich schwer umsetzbar sein da wird man wohl nicht um RO-Wasser herum kommen.

Abschließend ist zu sagen, jedes Becken entwickelt sich auf seine Art und Weise und viele Wege führen ans Ziel. Dies sind die Schilderungen meiner Erfahrungen und ich hoffe mit diesem Beitrag dem einen oder anderen von euch etwas helfen zu können :thumbsup:
Beste Grüße,
Florian

Zurzeit ist neben dir 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher

Ähnliche Themen